Gemeine Gene

Ob jemand unter Unreinheiten leidet oder nicht, ist wie so vieles eine Frage der Gene. Vererbung ist laut neuesten Studien ein starker Faktor beim Auftreten von Pickeln & Co. So haben beispielsweise 50 Prozent aller Frauen mit Pickeln jenseits der 30 einen Verwandten 1. oder 2. Grades, der an Akne gelitten hat. Und auch bei Jugendlichen sind die Eltern leider oft ein Vorbild. Wer einmal Pickel in der Pubertät hatte, behält diese Veranlagung meist leider sein ganzes Leben. Kleiner Trost: Da die Haut im Laufe der Jahre zunehmend trockener wird, treten Pickelchen immer seltener auf.

Hormone im Höhenflug

Frauen sind leider auch zyklusbedingt anfällig für Unreinheiten. Durch eine verstärkte Produktion von Östrogen in der 1. Zyklushälfte ist die Haut in dieser Zeit meist schön rein und fettet weniger. In der 2. Zyklushälfte übernimmt jedoch das Hormon Progesteron die Oberhand – das führt zu einer vermehrten Talgproduktion und Pickelchen. Auch andere hormonelle Einflüsse wie eine Schwangerschaft oder die Pille können die Steuerung der Talgdrüsen durcheinander bringen. Kommen zu den Pickeln noch eine verstärkte Körperbehaarung und Haarausfall am Kopf dazu, kann die Ursache auch in einer Überproduktion von männlichen Hormonen liegen. Auch permanente Hektik führt übrigens dazu, dass das männliche Sexualhormon Testosteron verstärkt gebildet wird. Es kurbelt die Fettproduktion der Haut an und macht sie gleichzeitig anfälliger für Entzündungen, weil es das Immunsystem schwächt.