Vollkornvariante bevorzugen

Getreidekörner enthalten damit vor allem in den Randschichten – der Kleie – und dem Keimling viele Inhaltsstoffe, die auch für die Haut besonders wichtig sind. Genau diese Bestandteile werden aber bei ausgemahlenen Getreideprodukten überhaupt nicht verwendet, sondern ausschließlich der relativ vitamin- und mineralstoffarme Mehlkörper. Aus gesundheitlicher Sicht lohnt es sich also, Vollkornprodukte zu bevorzugen und vielen schmecken sie auch besser: Sie sind deutlich aromatischer als ausgemahlene oder polierte Getreideprodukte und haben einen leicht nussigen Geschmack. Allerdings solltest du für die Zubereitung ein wenig mehr Zeit einplanen: Vollkornprodukte müssen meistens etwas länger garen.

Häufig kosten Vollkornprodukte auch mehr, doch sie sättigen schneller und halten länger satt. Da du davon weniger benötigst, ist der Gesamtpreis deshalb etwa gleich hoch wie bei ausgemahlenen und polierten Getreideprodukten.

Dunkel heißt nicht automatisch Vollkorn

Fast alle Getreideprodukte gibt es auch in einer Vollkornvariante, zum Beispiel Naturreis, Vollkornhaferflocken, -mehl oder -nudeln. Sie sehen dunkler aus als Weißmehlprodukte oder polierter Reis.

Vollkornmehl enthält oft sogar noch erkennbare Stückchen des Korns. Da es auch den fetthaltigen Keim(ling) des Getreides enthält, ist es allerdings nicht ganz so lange haltbar. Außerdem ist es schwieriger zu verarbeiten als feiner ausgemahlenes Mehl – deshalb werden oft verschiedene Mehlsorten gemischt. Zum Glück gibt es inzwischen bei den meisten Bäckern Vollkornbrote und -brötchen zu kaufen. Manche Bäckereien verwenden sogar ausschließlich Vollkornmehle.

Übrigens: Dunkles Brot ist nicht automatisch Vollkornbrot! Manchmal wird Weißbrot zum Beispiel durch Malzsirup oder Melasse dunkel gefärbt, um einen „gesünderen“ Eindruck zu erwecken. Wenn du dir unsicher bist, ob du tatsächlich ein Vollkornbrot vor dir hast, frag am besten direkt beim Bäcker nach beziehungsweise sieh dir bei abgepacktem Brot die aufgedruckte Inhaltsliste genau an!