Mit Licht gegen Hautunreinheiten

Bis vor einigen Jahren galt die Bestrahlung mit UV-Licht als Mittel der Wahl zur Behandlung von Hautunreinheiten. Während man in der Therapie von Neurodermitis und Schuppenflechte auch weiterhin auf ultraviolette Strahlung setzt, setzt man bei Pickel & Co. auf neue Varianten der Lichttherapie, die mit blauem und rotem, also sichtbarem Licht arbeiten. Zwar wirkt die Bestrahlung mit UV-Licht antibakteriell, aber dem gegenüber stehen eine Reihe unerwünschter Nebenwirkungen. Sie bewirkt eine stärkere Verhornung der Haut, die die Neigung zu Mitessern und Pickeln verstärkt. Außerdem fürchtet man die Langzeitfolgen einer UV-Therapie: Vorzeige Hautalterung und ein erhöhtes Krebsrisiko.

Die gängigste Lichttherapie bei unreiner Haut kombiniert blaues und rotes Licht. Das blaue Licht wirkt antibakteriell: Die Bestrahlung führt zu einer chemischen Reaktion auf der Haut, durch die die Pickel verursachenden Bakterien zerstört werden. Darüber hinaus sorgt sie für die Sauerstoffbildung in den verstopften Poren der Haut, reinigt sie und bekämpft die Neubildung von Bakterien. Die ergänzende Bestrahlung mit rotem Licht beruhigt die gereizte Haut: Sie fördert die Durchblutung und sorgt für eine schnellere Wundheilung.

Bei regelmäßiger Anwendung zeigt die kombinierte Blau-/Rotlichttherapie schnell sichtbare Ergebnisse. Darüber hinaus ist sie vollkommen schmerzfrei, hautschonend und kann täglich angewendet werden. Ihr könnt sie entweder beim Hautarzt oder zu Hause mit einem eigenen Gerät (die Preise liegen ca. zwischen 100 und 600 €) durchführen. Eine Beratung durch euren Hausarzt ist aber in jedem Fall sinnvoll.