Jungmacher & Elastizitätsexperte: die Lederhaut

Die Lederhaut hat es buchstäblich in sich. Sie ist einerseits sehr robust – daher auch ihr Name – und andererseits sehr elastisch. Sie schützt den Körper vor Temperaturschwankungen und mechanischen Verletzungen. Durchzogen ist sie von einem dichten Netz aus kollagenen und elastischen Fasern, vielen Blut- und Lymphgefäßen sowie Nervenfasern. Dieses Bindegewebe aus Kollagen und Elastin hält unsere Haut schön prall und straff, die Nervenfasern sorgen dafür, dass wir selbst den feinsten Flügelschlag einer Mücke auf der Haut spüren können. Die Blutgefäße versorgen die gefäßlose Oberhaut mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen. Durch die Lederhaut schlängeln sich auch die Ausführungsgänge der Talg- und Schweißdrüsen, die an der Hautoberfläche in Poren münden. Auf einem Quadratzentimeter Lederhaut findet man durchschnittlich rund 200 Schmerzrezeptoren, 12 Kälterezeptoren, 2 Wärmerezeptoren, 100 Schweißdrüsen und 40 Talgdrüsen. Talgdrüsen sitzen übrigens nur dort, wo auch Haare wachsen.

Wasserdepot & Wärmespeicher: die Unterhaut

Die unterste unserer Hautschichten besteht aus lockerem Bindegewebe, in das Fettpolster eingelagert sind. Das nennt man auch Unterhautfettgewebe. Es dient als Stoßdämpfer, sorgt aber auch für einen Kälteschutz. Und es dient als Energielieferant, wenn der Körper seine Zuckerreserven aufgebraucht hat, von denen er hauptsächlich lebt. Die meisten dieser nützlichen, aber manchmal leider durch falsche Ernährung auch übermäßig aufgeblähten Fettzellen, sitzen bei Frauen vor allem an den Hüften und bei Männern am Bauch. In der Unterhaut gluckern auch die Wasserdepots des Körpers. Sind sie schlecht gefüllt, wirkt die Haut trocken und eingefallen. In der Unterhaut sitzen zudem die unteren Teile der Haarbälge und spezielle Vibrationskörperchen (Vater-Pacini-Körperchen), die auf Druckunterschiede auf der Haut reagieren. Die Unterhaut sorgt auch dafür, dass die Haut generell auf den darunterliegenden Muskelschichten und Knochen verschiebbar ist.